Bevor es los geht

Ein paar Dinge möchte ich dir noch mitgeben, bevor du dich ins Training mit starksicht stürzt. Glaube an deinen Erfolg. Sonst wird es schwer. Solltest du anfangs noch zweifeln? Kein Problem. Geh mit Neugier ans Werk, probier es aus. Mach diesen kleinen Test. Mit den ersten kleineren Erfolgen wächst der Glaube. Dieser Glaube hilft dir dann mögliche schwierigere Phasen zu überstehen.

Außerdem brauchst die Bereitschaft regelmäßig zu trainieren. Diese darf auch in schlechteren Phasen nicht nachlassen. Diese können durchaus vorkommen, müssen aber nicht. Trotz allem hält sich der Aufwand für das Training in Grenzen, da es sich gut in den Alltag integrieren lässt. Zudem hilft dir Schritt 1, die Vorbereitung, dich langsam ranzutasten und eine Routine aufzubauen.

Der Verlauf

Schwankungen in der Sehschärfe gehören zum Training genauso wie zum Alltag dazu.

Einerseits gibt es Schwankungen über Tage hinweg als auch innerhalb eines Tages. Es kann sein, dass du den halben Tag bereits super siehst und das in der zweiten Tageshälfte nachlässt. Die Entwicklung läuft nicht immer gleichmäßig. Vorübergehende Rückschläge gehören dazu wie sprunghafte Verbesserungen. Sich dessen bewusst zu sein, hilft dir dabei, nicht direkt die Flinte ins Korn zu werfen, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Genauso wenig solltest du bei einem Entwicklungssprung in zu große Euphorie verfallen. Eine daraus resultierende zu hohe Erwartungshaltung kann den Druck unnötig erhöhen. Kleinere Schwankungen wirst du bereits bei wechselnden Lichtverhältnissen oder in Abhängigkeit von deinem Stresslevel und deinem Wohlbefinden feststellen.

Andererseits gibt es Schwankungen im Bereich von Sekunden und Minuten. Beim Üben wirst du nicht immer gleich schnell und gleich lange besser sehen. Gib dir die Zeit, solange es dauert und erzwinge nichts. Es dürfen auch mal Einheiten oder einzelne Durchgänge dabei sein, bei denen es einfach nicht schärfer wird. In der Regel wirst du aber während des Trainings Verbesserungen feststellen. Diese sind anfangs meist kürzer und nur vorübergehend, wie ein rasches Aufflackern. Mit fortschreitendem Training werden diese Phasen immer länger bis sie für dich normal sind. Bleib dran, trainiere regelmäßig und die Zeit des klaren Sehens wird länger und länger.

Das Wichtigste ist, dass du geduldig bleibst und nicht versuchst, die Verbesserung zu erzwingen. Trainiere zu jedem Moment auf Grundlage deiner aktuellen Sehfähigkeit. Siehst du abends schlechter als morgens oder heute schlechter als gestern, dann wähle dein Trainingsobjekt bzw. den Abstand entsprechend aus. Zum echten Rückschritt wird es nur, wenn du unbedingt dein Vorniveau erreichen möchtest und es dann nicht mehr schaffst, mit dem richtigen Blick zu trainieren.

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst. Du reißt es höchstens ab.“

Genauso verhält es sich mit dem Augentraining. Jeder darf sich in seinem eigenen Tempo entwickeln. Bleib dran, übe regelmäßig und bleib beim Training und im Alltag entspannt. Anspannung und Überanstrengung stoppen nämlich deine Entwicklung.

Wo sind die (aktuellen) Grenzen von starksicht?

Bei Starksicht liegt der Schwerpunkt auf dem Training der äußeren Augenmuskeln. Hier sehe das größte Potential, möglichst vielen Menschen zu helfen. Die heutige Lebensweise begünstigt einfach eine einseitige und unnatürliche Belastung der Augenmuskeln. An diesem Punkt setzt starksicht an.

Ein ganzheitlicher Ansatz erhöht sicherlich deine Chance auf Erfolg und führt etwas schneller zum Ziel. Die große Schwierigkeit besteht jedoch darin, diesen umzusetzen und durchzuhalten. Der größere Aufwand und die größeren Umstellen können auf viele abschreckend wirken. Dadurch steigt das Risiko, gar nicht erst zu beginnen und schneller aufzugeben. Starksicht hingegen lässt sich ohne großen Aufwand gut in den Alltag integrieren. Deswegen verzichtet starksicht bewusst auf einen breiteren Ansatz. Wenn du aber sagst, du möchtest mehr tun, dann möchte dir ein paar Anregungen geben. Solltest du mit starksicht alleine keinen Erfolg haben, können die Anregungen zusätzliche Möglichkeiten für dich sein.

Unterstützend und beschleunigend wirkt eine allgemeine Verbesserung deiner Gesundheit. Insbesondere eine bewusste Ernährung, Entgiftungskuren und eine gesunde Lebensweise helfen dir.

Dass es sinnvoll sein kann, das Auge nicht isoliert zu betrachten, sondern den ganzen Körper, hat mir einmal mehr ein Gespräch mit einer befreundeten Physiotherapeutin gezeigt. Als ich ihr von starksicht erzählt habe, ist ihr plötzlich bewusst geworden, dass einige Kunden nach einer Behandlung im Nackenbereich über eine Verbesserung der Sehkraft berichtet haben. Wenn du viel Augentraining machst, kannst du selbst eine Auswirkung im Nackenbereich spüren.

Neben einer ganzheitlichen Behandlung deines Körpers, können auch direkte äußere Anwendungen an den Augen hilfreich sein. Hierzu zählen beispielsweise Augenbäder, Augenmassagen oder verschiedenste Augentropfen. Wenn dich das Thema anspricht, kannst du mit etwas Eigenrecherche tiefergehende Informationen dazu finden.

Ebenso können geistige Ursachen einer Kurzsichtigkeit zu Grunde liegen. Auf diesem Gebiet findest du mittlerweile ausreichend Experten, die geistige Behandlungen besser abdecken.

Im Zweifelsfall solltest du zur Sicherheit medizinisches Fachpersonal konsultieren.

Fazit

Augentraining ist nicht schwer, es braucht Lockerheit, Geduld und Durchhaltevermögen.