Augenbewegung
Die Augenbewegungen machen deine äußeren Augenmuskeln wieder beweglicher. Das fördert zusätzlich die Durchblutung und somit auch die Nährstoffversorgung. Je beweglicher und lockerer deine äußeren Augenmuskeln sind desto effektiver sind die Übungen der dritten Säule „Besser Sehen„.
Bewege deine Augen entlang des vorgegebenen Musters. Wähle eine Geschwindigkeit, bei der sich die Bewegungen fließend anfühlen und du die Augenbewegung selbst gut spüren kannst. Anfangs kann es sein, dass verschiedene Muster noch nicht so leicht fallen. Das ändert sich jedoch recht schnell. Sollte es dir schwer fallen, den Kopf ruhig zu halten und nur die Augen zu bewegen, kannst du deinen Kopf fixieren, indem du dein Kinn mit Daumen und Zeigefinger abstützt („Denkerpose“).
Mache pro Bewegungsmuster sechs bis zwölf Wiederholungen. Ermüden deine Augenmuskeln soweit, dass du die Bewegungen nicht mehr sauber ausführen kannst, dann leg eine Pause ein und mache eine Wohlfühlübung zur Regeneration. Blinzle nach jedem Durchgang ein paar Mal ganz locker.
Finde für dich selbst heraus, welche Muster dir gut tun und welche weniger Effekt haben. Passe deine Einheit der Augenbewegungen entsprechend an.
Neben den „größeren“ Einheiten, kannst du immer wieder über den Tag verteilt für ein paar Sekunden verschiedenen Augenbewegungen ausführen.
Videos zum besseren Verständnis der Übungen findest du aktuell in meiner Telegram – Gruppe. Um beizutreten schreibe mir eine kurze Mail an info@starksicht.de.
Gerade Bewegungen
Achte bei den geraden Bewegungen darauf, dass du sie so groß wie möglich machst. Bist du mit den Augen an einem Endpunkt angekommen, versuche die Bewegung in Gedanken noch etwas weiter fortzuführen.
Waagrecht
Bewege die Augen abwechselnd nach links und rechts und versuche gedanklich auf den oberen Teil deiner Ohren zu schauen.
Senkrecht
Bewege deine Augen abwechselnd nach oben und nach unten. Schaue oben gedanklich durch deine Schädeldecke zum Himmel und unten in deinen Hals.
Diagonal
Schaue abwechselnd nach links oben und rechts unten bzw. rechts oben und links unten. Nimm bewusst den Weg dazwischen wahr. Schaue am Ende der Bewegung nach oben gedanklich schräg nach hinten zum Himmel und unten zu deiner Schulter.
Die folgenden geraden Bewegungen trainieren auch deine schrägen Augenmuskeln und sind daher bei Kurzsichtigkeit sehr wertvoll.
Blick nach oben, links/rechts
Bewege deine Augen von links oben nach rechts oben und zurück. Achte darauf, dass du während der gesamten Bewegung so weit es geht nach oben schaust. Führe die Bewegung an den Endpunkten gedanklich schräg nach hinten zum Himmel fort.
Blick nach unten, links/rechts
Bewege deine Augen von links unten nach rechts unten und zurück. Achte darauf, dass du während der gesamten Bewegung so weit es geht nach unten in deinen Körper hineinschaust. Führe die Bewegung an den Endpunkten gedanklich schräg nach unten über deine Schultern hinweg fort.
Blick zur Mitte, hoch/runter
Bewege deine Augen wie bei der senkrechten Bewegung mit dem Unterschied, dass du während der Ausführung mit beiden Augen zur Mitte in Richtung Nase blickst.
Runde Bewegungen
Das wichtigste bei den runden Bewegungen ist, dass du sie fließend ausführen kannst. Mache sie dabei so groß wie möglich. Es ist gut möglich, dass sich einzelne Bewegungen oder Bewegungsbschnitte unrunder anfühlen. Dort befinden sich noch deine Schwachstellen. Trainiere hier mit besonderer Aufmerksamkeit und mache die Bewegung gegebenenfalls etwas langsamer.
Führe die runden Bewegungsformen immer in beide Richtungen aus.
Der Kreis
Zeichne mit deinen Augen einen Kreis.
Die Uhr
Von der Uhr gibt es zwei Varianten. Bei der einfachen Varianten wanderst du mit deinen Augen im Kreis immer eine Stunde weiter. Von zwölf zu eins zu zwei …
Bei der zweiten Variante beginnst du in der Mitte. Du blickst gerade aus, dann zur zwölf und wieder zur Mitte, zur Eins und zur Mitte, …
Die liegende Acht
Male mit deinen Augen eine liegende Acht, das Unendlichkeitszeichen.
Die Acht
Male mit deinen Augen eine Acht.
Eckige Bewegungen
Bei den eckigen Bewegungen kommt es darauf an, dass du sie so groß wie möglich ausführst. Versuche dabei die Bewegung so flüssig wie möglich zu machen. Idealerweise machst du die eckigen Bewegungen immer im Anschluss an die analoge runde Bewegung.
Führe die eckigen Bewegungsformen immer in beide Richtungen aus.
Das Rechteck
Male mit deinen Augen ein Rechteck, indem du sie von links oben nach rechts oben, nach rechts unten, nach links unten und zurück nach links oben bewegst.
Die Fliege
Male mit deinen Augen eine Fliege. Beginne links oben, bewege die Augen diagonal nach rechts unten. Anschließend nach rechts oben, diagonal nach links unten und zurück nach links oben.
Die Sanduhr
Male mit deinen Augen eine Sanduhr. Beginne links oben, bewege die Augen diagonal nach rechts unten. Anschließend nach links unten, diagonal nach rechts oben und zurück nach links oben.
Schräge Augenmuskeln
Eng/Weit
Halte beide Zeigefinger zehn bis zwanzig Zentimeter vor deinen Augen nebeneinander. Schau auf den Spalt zwischen den Finger. Bewege nun beide Finger langsam auseinander bis sie jeweils direkt vor der Mitte des Auges stehen. Führe sie anschließen wieder zusammen. Versuch während der Bewegung immer beide Finger gleichzeitig im Blick zu behalten. Die Übung kannst du noch variieren, indem du sie entweder mit Blick nach oben oder Blick nach unten ausführst. Du kannst die Übung auch ohne Hilfe deiner Hände machen.
Eng/Weit – 2
Schau zur Nasenspitze, dann nach vorne und versuche deinen Blick noch etwas zu weiten. Dann schau zur Nasenwurzel, wieder nach vorne und weiten. Und abschließend zwischen die Augenbrauen, nach vorne und weiten.
Der erhobene Zeigefinger – nur Augenbewegung (gerade)
Strecke deinen Zeigefinger nach oben und halte ihn direkt vor die Augen. Deine Hand berührt die Nasenspitze und die Spitze des Zeigefingers ist auf Höhe deiner Augen. Strecke nun deinen Arm geradeaus nach vorne. Behalte dabei immer die Spitze deines Zeigefingers im Blick. Dabei ist es nicht wichtig, dass du ihn scharf sehen kannst. Es kommt lediglich auf um die Bewegung deiner Augen an. Ist der Zeigefinger nah an der Nase, drehen beide Augen weit nach innen. Entfernst du dich mit deiner Hand, gehen deine Augen etwas weiter auseinander. Daher ist es ideal, wenn du versuchst, nur einen kleinen Punkt auf der Spitze des Zeigefingers anzusehen. Anschließend gehst du mit deiner Hand wieder zurück zur Nase. Dabei beobachtest du weiterhin locker deine Daumenspitze.
Statt deines Zeigefingers kannst du auch einen Stift oder anderen spitzen Gegenstand für die Übung nutzen. Der Zeigefinger bietet den Vorteil, dass du ihn immer dabei hast und somit keine Hilfsmittel zum Training brauchst. Ein spitzer Gegenstand hat den Vorteil, dass es leichter ist, deine Augen auf einen zentralen Punkt zu drehen.
Der erhobene Zeigefinger – nur Augenbewegung (diagonal)
Du kannst die Übung noch variieren, indem du den Arm schräg nach oben und schräg nach unten streckst statt geradeaus. Du kannst auch beide Formen in einer Einheit mischen: gerade, schräg nach oben, gerade, schräg nach unten und wieder von vorne
Schreiben
Schreibe mit deinen Augen Wörter. Am besten einmal richtig und anschließend spiegelverkehrt, sodass du beide Richtungen gleichmäßig trainierst.