Training schlechter als ca. -1,5 dpt

 

Wähle deinen passenden Trainingsplan

 

Überprüfe zuerst, ob du den richtigen Trainingsplan ausgewählt hast. Schließe dein linkes Auge. Strecke deinen rechten Arm mit erhobenem Daumen nach vorne. Kannst du die Spitze deines Daumens scharf sehen? Wiederhole das anschließend mit der anderen Seite.

Siehst du einen oder beide Daumen nicht perfekt, dann hast du deinen Trainingsplan gefunden. Trainiere mit diesem Plan zumindest bis du beide Daumen scharf siehst, besser noch ein bis zwei Wochen darüber hinaus. Wechsle danach zu diesem Plan. Siehst du bereits jetzt beide Daumenspitzen perfekt, dann geh direkt zu diesem Plan.

 

Weg mit der Brille

 

Verzichte, wann immer es dir möglich ist, auf deine Kontaktlinsen oder deine Brille. Dir ist es noch nicht möglich, komplett auf deine Sehhilfe zu verzichten? Besorge dir eine schwächere Sehhilfe, mit der du deinen Alltag problemlos bewältigen kannst.

Bei größeren Stärken kann es sein, dass eine passende Brille relativ hohe Kosten verursacht. Du kannst trotzdem mit dem Training beginnen. Leg deine Brille immer wieder ab. Wenn du eine Verbesserung feststellst, kommst du vielleicht bereits in den Bereich, wo es kostengünstige Brillen gibt. Oder du bekommst die Möglichkeit, dir schwächere Brillen verschreiben zu lassen.

Um deine Sehkraft dauerhaft zu verbessern, ist es jedoch eine Grundvoraussetzung, irgendwann auf schwächere Sehhilfen zu zugreifen. Deine Augen passen sich ansonsten immer wieder an deine Brille an.

 

Lockerheit und Entspannung!

 

Führe die Übungen deines starksicht-Trainings locker und entspannt aus. Versuche auch nicht außerhalb der Übungen zwanghaft scharf zu sehen, indem zu beispielsweise deine Augen zusammenkneifst. Dadurch kannst du deinen Erfolg beeinträchtigen.

Für ein erfolgreiches Augentraining ist die Erholung und Entspannung genauso wichtig wie das aktive Üben. Führe deswegen so oft wie möglich über den Tag verteilt eine oder mehrere der folgenden Entspannungsübungen durch. Du wirst spüren, wie angenehm die Übungen für deine Augen sind. Und du siehst direkt danach etwas besser.

• Schließe einfach deine Augen bis sich die gewünschte Entspannung einstellt

• Unterstütze die Entspannung bei geschlossenen Augen noch durch das Palmieren

• Kneife die Augen einen Moment zusammen oder blinzle locker 20 bis 30 mal

• Blicke mit geschlossenen Augen in die Sonne

• Schau etwas tagträumerisch in die Ferne, den Himmel, auf eine grüne Wiese oder eine weiße Fläche

Führe die Entspannungsübungen auch durch, wenn du merkst, dass deine Augen vom Training müde werden.

 

Übungen für deinen Erfolg

 

Führe die Übungen im Laufe des Tages immer wieder aus. Du kannst die Übungen ganz einfach in deinen Alltag einbauen. Während du auf die Bahn wartest, dir ein Hörbuch anhörst, und und und. Du wirst genug Gelegenheiten finden, diese während deines Tages durchzuführen. Nur wenn sich deine Augen müde oder gestresst anfühlen, dann leg eine Pause ein. Diese kannst du mit Entspannungsübungen unterstützen.

Eine leichte Spannung oder leichtes Ziehen sind nach meiner Erfahrung ein gutes Zeichen. Versuche diesen Zustand noch etwas aufrecht zu erhalten und dem Verlangen zu Blinzeln zu widerstehen. Kneife anschließend die Augen zu oder blinzle ein paar Mal, um die Spannung zu lösen. Ich habe festgestellt, dass anschließend eine deutliche Verbesserung der Sehfähigkeit eintritt.

Die folgenden Übungen musst du nicht unmittelbar hintereinander ausführen. Wenn du die entsprechende Zeit hast, kannst du das jedoch gerne machen:

horizontale und vertikale Dehnung für jeweils 30 s bis 120 s, optional zusätzlich die diagonale Dehnung (3x täglich)

horizontale, vertikale und diagonale Bewegung mit jeweils 10-15 Wiederholungen (wann immer möglich)

Stiftübung mit 3-5 Durchgängen (mindestens 5x täglich)

Blick in die Wolken (wann immer möglich)

 

Natur

 

Deine Augen lieben Tageslicht. Geschlossene, enge Räume mit künstlicher Beleuchtung mögen sie auf Dauer überhaupt nicht. Außerdem bevorzugen sie natürliche Formen und Konturen, wie du sie bei Bäumen, Sträuchern, usw. findest. Glatte Oberflächen wie von Bildschirmen haben deine Augen nicht so gern. Verbringe daher so viel Zeit wie möglich im Freien und schau häufig aus dem Fenster.

Beobachte ganz entspannt deine Umgebung. Betrachte Objekte in verschiedenen Entfernungen. Ziel ist es noch nicht, die Dinge scharf zu sehen. Die Kanten verschwimmen noch und sind unscharf. Deine Augen gewöhnen sich dadurch aber bereits wieder an ihre natürliche Umgebung, für die sie geschaffen sind.

Den Effekt kannst du noch verstärken, indem du selbst in Bewegung bist, wie beim Spazierengehen, Joggen oder Bahnfahren. Oder du betrachtest Objekte, die sich bewegen, ohne dabei deinen Kopf zu bewegen Menschen, Tiere, Autos, … Ganz gut ist es zudem, wenn du dabei nach oben blickst, wie bei Bäumen.

 

Halte durch

 

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Entwicklung wahrscheinlich nicht gleichmäßig verlaufen wird. Wenn du mit dem Training beginnst, wirst du am Anfang höchstwahrscheinlich sehr schnelle Erfolge sehen. Es können durchaus Phasen folgen, in denen sich nicht mehr viel bewegt. Bleib dran. Es lohnt sich. Es wird wieder eine Phase kommen, in der du weitere Schritte, ja sogar Sprünge erleben darfst.

Lass dich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn du mal einen schlechteren Tag hast. Deine Sehkraft kann sich sogar innerhalb eines Tages stark verändern. Das kannst du auch als eine weitere Bestätigung dafür ansehen, dass es möglich ist, die Sehstärke zu verändern.

Irgendwann wirst du deine Daumen bei ausgestrecktem Arm sehen. Trainiere noch ein bis zwei Wochen nach diesem Plan weiter. Danach bist du bereit für den nächsten Schritt.

 

Die Messung

 

In wie weit du deine Fortschritte objektiv bewerten möchtest, hängt von dir ab. Für manche Menschen ist es hilfreich vergleichbare Messwerte zu haben. Das kann beispielsweise der Motivation dienen.

Ich selbst habe nach der Anfangszeit gänzlich darauf verzichtet. Wenn du nicht mit geschlossenen Augen durchs Leben wandelst, bekommst du ein ständiges Feedback. Das kann dir schon genügen.

Hier findest du zumindest ein paar Möglichkeiten, wie du deine Entwicklung messen kannst.

 

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