Ein paar Grundregeln


Beachte die folgenden Richtlinien und Prinzipien für deinen größtmöglichen Erfolg.

 

Deine Sehhilfe

 

Verzichte wann immer möglich auf deine Brille oder Linsen. Besorge dir eine schwächere Sehhilfe für die Momente, in denen du nicht auf die Brille verzichten kannst. Um wie viel geringer die Stärke sein sollte, hängt von deinen Lebensumständen und deinem Alltag ab. Sie sollte ungefähr 0,5 bis 1,5 dpt schwächer sein. So arbeitest du dich dann stufenweise nach unten, bis du keine Brille mehr brauchst.
Durch das Augentraining sollen deine Augen wieder in die Lage gebracht werden, aus eigener Kraft scharf zu sehen. Die Sehhilfe fungiert dabei wie eine Krücke. Sie hilft dir zwar scharf zu sehen, übernimmt dabei aber die Aufgabe der Muskeln. Diese passen sich an die Sehhilfe an. Wenn du weiterhin eine Brille mit deiner ursprünglichen Stärke tragen würdest, dann kannst du keine dauerhaften Erfolge erzielen.
Wenn du anfangs ein paar Tage ausprobieren möchtest, ob du mit starksicht etwas bewirken kannst. Dann musst du dir dazu noch nicht unbedingt eine neue Brille anschaffen.

 

Das Blinzeln

 

Beim Blinzeln gibt es zwei unterschiedliche Aspekte. Beim Training verzögerst du das Schließen deiner Augen. Im Alltag solltest du jedoch lernen, wieder häufiger zu blinzeln.
Das Blinzeln erfüllt drei wichtige Aufgaben:
1. Die Reinigung deiner Augen
2. Die Entspannung deiner Sehzellen
3. Die Entspannung deiner äußeren Augenmuskeln
Je länger du beim Training die Augen offen lässt, umso mehr trainierst du deine Muskeln. Deine Muskeln können auch leicht zu brennen anfangen. In diesem Bereich findet der größte Forschritt statt. Schließe anschließend die Augen kurz, blinzle ein paar mal oder kneife die Augen fester zusammen. Je nachdem, was dir das beste Gefühl gibt.
Normalerweise sollten deine Augen unbewusst alle vier bis fünf Sekunden blinzeln. Insbesondere durch die Bildschirmarbeit verringert sich diese Häufigkeit des Lidschlussreflexes. Dadurch wird das Auge schlechter gereinigt und auch die Entspannung kommt zu kurz. Gewöhne deine Augen durch häufigeres, bewusstes Blinzeln an eine höhere Frequenz.

 

Das Licht

 

Trainiere so oft es geht bei Tageslicht. Dieses natürliche Licht ist viel angenehmer für deine Augen als künstliche Lichtquellen. Du wirst feststellen, dass du bei Tageslicht die schnellsten Verbesserungen machst. An einem sonnigen Tag, siehst du besser als an einem trüben Tag.
Wenn du bei Tageslicht eine ausreichende Sehkraft erreicht hast, dann kannst du durch vermehrtes Training bei schlechteren Lichtverhätnissen neue Reize setzen.

Die Natur

 

Neben dem optimalen Lichts ist die Auswahl deiner "Trainingsobjekte" ein wichtiger Bestandteil deines idealen Trainings. Geh raus in die Natur oder schau wenigstens aus dem Fenster. Die Farben sind viel angenehmer für dein Auge. Dadurch trainierst du viel entspannter. Alles hat Konturen. Dein Auge arbeitet dadurch automatisch etwas mehr.
Flache Oberflächen sind heutzutage allgegenwärtig. Du kannst du irgendwann an den Punkt kommen, wo es für dich Sinn macht, verstärkt damit zu trainieren. Ich empfehle dir allerdings erst mit glatten Oberflächen zu beginnen, wenn du diese Entfernung in der Natur bereits gut sehen kannst.

 

Entwicklung in Phasen

 

Die Entwicklung verläuft in der Regel nicht gleichmäßig. Es können durchaus Phasen der Stagnation oder des leichten Rückschritts vorkommen. Die meisten erzielen zu Beginn schnelle Ergebnisse. Diese dürfen nicht zu einer falschen Erwartungshaltung führen. Wenn es mal nicht weiter geht wie erwartet, bleib einfach dran und trainiere entspannt weiter. Du kannst auch ein paar Tage Pause einlegen. Mit der schwächeren Sehhilfe trainierst du in dieser Zeit automatisch weiter.

Du kannst auch andere Übungen ausprobieren oder deine aktuellen Übungen etwas variieren. Merkst du dabei aber keine nennenswerten Unterschiede, empfehle ich dir wieder zu den ursprünglichen Übungen zurück zu kehren und geduldig zu bleiben.

 

Sei geduldig

 

Geduld ist eine sehr wichtige Tugend beim Augentraining. Je größer eine Sehschwäche ist und je länger diese besteht desto länger dauert es in der Regel. Gib dir die Zeit, die es braucht.

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, was es heißt, zu ungeduldig zu sein. Dies hat meinen Erfolg deutlich verzögert und beinahe verhindert. Nach einem tollen Start habe ich erwartet, dass es immer so weiter geht. Ich habe dann angefangen, die Augen zusammenzukneifen, nur dass ich am nächsten Tag etwas weiter sehen konnte als zuvor. Das wirkt dem Augentraining direkt entgegen. Entspanntes Sehen ist einer der Schlüssel. Erspare dir diese Erfahrung und zeige mehr Geduld als ich!